Longboard-Community auf Kuba

Im aktuellen Video von Cubainformación, laut ICAP dem wichtigsten Medium im Bezug auf Kuba außerhalb Kubas, geht es um die Longboard Community auf Kuba. Auch dieses Video wurde mit deutschen Untertiteln versehen, damit es deutschsprachigen Kubainteressent*innen mit wenig Spanischkenntnissen zur Verfügung steht.

http://www.cubainformacion.tv/index.php/lecciones-de-manipulacion/78185-el-skate-entra-en-la-larga-lista-de-actividades-perseguidasa-en-cuba-olviden-la-realidad-y-abran-el-periodico

 

Grundlage des Videos war die Reportage „A longboard trip to Cuba“, die gelungen Kubas Offenheit und Begeisterung für Sport zeigt und beweist, dass Kubaner das teilen, was sie haben und nicht nur, was sie über haben.

Unser Ziel ist es über die Reportage zu informieren, Kubas Offenheit für Trendsportarten zu zeigen und hoffentlich von der deutschen Longboard- und Skatecommunity (wie von Soli Cuba erfolgreich im Tischtennissport betrieben) Material gespendet zu bekommen, das die Aktiven nicht mehr benötigen, damit wir es nach Kuba bringen und der kubanischen Longboardszene zur Verfügung zu stellen.

Bei Fragen und als Kontakt steht Euch unser Vorstandsmitglied Christoph Zimmermann gerne zur Verfügung.

Skaten tritt in die lange Liste von „verfolgten Aktivitäten“ auf Kuba ein: Vergesst die Wirklichkeit und öffnet die Zeitung

 

Übersetzung und Untertitel: Christoph Zimmermann

José Manzaneda, Koordinator von Cubainformación.- „Eine Reise per Longboard nach Kuba“ ist eine exzelente Dokumentation des Senders „Riding Adventures“ über die Erfahrung von elf spanischen Skatern in Kuba und ihrer Beziehung zu Skatern der Insel (1). Es handelt sich um 40 Minuten von schön gedrehten Bildern von Stadtvierteln, Straßen, Plätzen und Alleen im ganzen Land.

Der Ton des Films ist respektvoll gegenüber Kuba. Und er stellt die wesentliche Ursache vor um viele der materiellen Beschränkungen, die den Sportlern auf der Insel begegnen, zu verstehen: Die Blockade durch die USA. „Es gibt immer noch Länder, die Schwierigkeiten haben sich an dieser gewaltigen Community (des Longboards) zu beteiligen. Und eins davon ist Kuba: Ein Land, das durch eine wirtschaftliche Blockade behindert wird, unter anderem bei der Einfuhr von Skate- und Longboardmaterial“, erklärt der Erzähler.

Der Film reflektiert ebenfalls die solidarischen Werte der kubanischen Skater, die sich nur schwierig auf natürlicher Art und Weise in anderen Ländern finden lassen: „Wir, die Longboard-Community, sind mehr als eine Familie(…) Wir haben immer alle versucht in der einen oder anderen Art, dass wir alle ungefähr das Gleiche haben“, sagt ein Skater namens Carlos Manuel, der dazu auffordert „das was wir übrig haben (Skates, Teile) dem nächsten zu geben“. Ein anderer junger Kubaner namens Javier fügt hinzu; „Jeder hilft mit dem, was er kann; wer ein Teil übrig hat, schenkt es demjenigen, dem eins fehlt, es gibt eine Mischung von guter Freundschaft“.

Aber eine schöne und respektvolle Reportage kann immer durch Geschäftszwecke verfälscht werden. So lügt der Produzent des Films in der Promotion mit absoluter Schande, indem er versichert, dass „Skaten in Kuba weiter eine verbotene Aktivität“ ist (2). „Es ist ein Ort, in der unsere Leidenschaft  verboten ist“, lesen wir auf unterschiedlichen Fachhomepages (3).

Diese ködernde Werbung wurde schnell von der Presse aufgenommen. Madrids Tageszeitung „El País“ veröffentlichte eine ganze Fotostrecke mit dem Namen „So sieht Skaten auf Kuba aus, wo es verfolgt wird“ (4). Dort lesen wir von absurden Erfindungen wie „es handelt sich um einen als antirevolutionären wahrgenommenen Sport, weil das verwendete Material aus den USA kommt“.

Eine merkwürdige „verbotene Betätigung“, die, wie wir im Film sehen, in jedem Winkel des Landes vollkommen frei betrieben werden kann und bei der sich auf den zentralsten Orten, wie Havannas Paseo del Prado mehr als hundert Jugendliche zusammenfinden.

Und so kommt es, dass auch Skaten sich auf der langen Liste der „verfolgten“ Betätigungsfeldern auf Kuba befindet: Wie die Rockmusik, obwohl es jährlich 13 Festivals auf der Insel gibt(5); wie die Homsexualität, obwohl es gegen Homophobie Fernsehkampagnen und Programme in Schulen(6) gibt; oder wie die Religion, obwohl es im ganzen Land 600 katholische und 900 protestantische Gotteshäuser gibt(7).

Denn, was man über Kuba ja schon weiß: Vergesst die Wirklichkeit und öffnet die Zeitung.

(1)   https://www.youtube.com/watch?v=FakMa-Hh_bk

(2)   http://www.skateslate.com/blog/2018/02/10/riding-adventures-longboard-trip-cuba/

(3)   http://www.surferrule.com/a-longboard-trip-to-cuba/

(4)   https://elpais.com/elpais/2018/02/09/album/1518173781_406380.html#foto_gal_3

(5)   http://www.cubainformacion.tv/index.php/lecciones-de-manipulacion/68146-rolling-stones-y-cuba-ese-extrano-pais-donde-para-censurar-el-rock-organizan-13-festivales-cada-ano

(6)   http://www.cubainformacion.tv/index.php/lecciones-de-manipulacion/62806-cuba-itercer-pais-de-america-latina-en-plenitud-de-vida-para-homosexuales-o-regimen-homofobo-que-los-persigue

(7)   http://www.cubainformacion.tv/index.php/lecciones-de-manipulacion/59582-icuba-sigue-restringiendo-libertad-religiosa-cuando-la-fuente-oculta-de-un-informe-es-el-gobierno-de-eeuu

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